Autorität

Es gibt drei Arten von Autorität:

Persönliche Autorität

Jenes Charisma, das gute Anführer auszeichnet. Es entsteht durch die Fähigkeit, intelligente Mitarbeiter zu beteiligen / mitgestalten zu lassen, ohne die Kontrolle  zu verlieren, Verantwortung zu delegieren, den Mitarbeitern die Möglichkeit zuzugestehen, Entscheidungen im Rahmen ihrer Befugnisse zu treffen und diese Entscheidungen zu respektieren und mitzutragen. Die Fähigkeit,  Teammitglieder zu begeistern, in dem man sie die eigene Begeisterung spüren lässt, Leidenschaft Raum zu geben. Ein Vorgesetzter mit natürlicher Autorität hat den Willen und die Fähigkeit, starken Mitarbeitern Enwicklungsmöglichkeiten einzuräumen und schwache zu qualifizieren und zusätzlich zu motivieren.

Fachliche Autorität

Ein Teamleiter muss erkennen lassen, dass er auf seinem Fachgebiet Experte ist – wie er es auch von seinen Mitarbeitern erwartet. Er muss nicht auf jedem Gebiet so sattelfest sein, wie die Spezialisten seines Teams, sollte aber genug über alles Aspekte seines Aufgabenbereichs wissen, dass es zwischen den Experten vermitteln und das Zusammenspiel der (Fach-)Kräfte so steuern kann, dass das Team ohne Umwege auf das Ziel zuarbeitet. Überblickwissen hilft, Doppelarbeit zu vermeiden und Sackgassen rechtzeitig zu erkennen.

Autorität aufgrund der Hierachie/ der Dienststellung / aufgrund besonderer Anweisung

Abteilungsleiter, Ressortchefs, Geschäftsführer etc. sind weisungsbefugt gegenüber Ihren Mitarbeitern. Das wird zum Beispiel in Arbeitsverträgen oder durch betriebliche Übung geregelt.

Ein solcher Vorgesetzter kann manchmal seinerseits Vorgesetztenverhältnisse schaffen, wie der Abteilungsleiter, der eine Arbeitsgruppe bildet und einen Mitarbeiter zeitweise die Leitung  anvertraut.

Außerdem kann ein Vorgesetztenverhältnis auch von der Dienststellung begründet werden: Zum Beispiel wenn die regelmäßig bestehende Schichtleitung wechselt.

 

Nur ein Vorgesetzter, der mindestens zwei dieser Autoritätsformen in sich vereinigt, wird auf Dauer in der Lage sein, ein Team erfolgreich und effektiv zu führen.

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Gleichheit

 

„We hold these truths to be self-evident, that all men are created equal, that they are endowed, by their Creator, with certain unalienable Rights, that among these are Life, Liberty, and the pursuit of Happiness.“

Nicht von den Vätern der amerikanischen Verfassung, sondern von den Autoren  der Unabhängigkeitserklärung sind diese Wahrheiten 1776 formuliert worden.

Noch eine Wahrheit: „Auch der längste Weg beginnt mit einem ersten Schritt“. Der eine schreibt diesen sinnigen Spruch Konfuzius, der andere Laotse zu. Der dritte beansprucht sie gar für sich selbst… Die chinesischen Philosophen sind schon lange tot, wir können uns also auf eine werkimmanente Betrachtung zurückziehen.   Das ist nicht selbstverständlich, bezieht man den historischen Hintergrund bei der Analyse der „Declaration of Independence“ mit ein und berücksichtigt möglicherweise noch, was Amerika daraus gemacht hat, können die Worte schnell schal schmecken.

Mein erster Schritt ist deutlich zu machen, dass ich mir die gelegentlich die Freiheit nehme, Kernthesen ohne Rücksicht auf die Urheberschaft zu gebrauchen. Ich werde mich aber in jedem Fall bemühen,   die – meine – Bedeutung so präzise wie möglich zu definieren.

 

Zurück zur Unabhängigkeitserklärung:

Im ersten Satz ist von einer offensichtlichen oder selbstverständlichen Wahrheit die Rede. Ein  Mathematik-Freund hätte von einem Axiom gesprochen, einer These, die innerhalb eines Systems beweislos vorausgesetzt wird. Akzeptiert man diese Voraussetzung, kann man darauf aufbauend weitere Thesen ableiten.

Folgende axiomatische Aussagen teile ich ausdrücklich:

Alle Menschen werden mit unveräußerlichen Rechten geboren – Menschenrechten.

Dazu gehören Freiheit und das Recht auf Leben. Besonders wichtig ist mir auch „das Streben nach Glück“ als Menschenrecht anzuerkennen. Wohlgemerkt: das Streben danach. Den Zustand des Glücklich-Seins  als Menschenrecht zu postulieren, wäre allzu verwegen (und auch sinnlos)

Uneins mit den Vätern der Unabhängigkeitserklärung bin ich, wenn Sie behaupten, Menschen sind gleich geschaffen. Der eine hat es in den Genen, ein 200-Zentimeter-Riese zu werden, der andere ein 100-Kilo-Zwerg. Intelligenz und Schönheit sind nicht gleich verteilt, auch wenn beides Ansichtssache ist. Unstrittig hingegen ist, dass Frauen die Kinder gebären und nicht die gleich geborenen Männern.

Natürlich kann man sich auch einfach auf die Formulierung zurückziehen, dass „gleich geschaffen“ bezieht sich nur auf die unveräußerlichen Rechte… dann sind wir wieder einer Meinung…

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